Frauen und Mädchen werden Opfer von Gewalt aufgrund ihres Geschlechts.  Gewalt gegen Frauen ist Ausdruck eines Macht-Ungleichgewichtes zwischen den Geschlechtern.

 

Das Recht auf ein Leben frei von Gewalt für Frauen und Mädchen ist ein Menschenrecht. Die Realität sieht anders aus, auch in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation WHO bezeichnet Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken von Frauen weltweit.

Studien zeigen, dass Frauen und Mädchen mit Behinderung besonders häufig von Gewalt betroffen sind.

Gewalt gegen Frauen und Mädchen hat viele Erscheinungsformen. Sie beginnt mit der „alltäglichen Anmache“, mit frauenfeindlicher Sprache, Witzen und Beschimpfungen. Wohl jede Frau kennt dies und schätzt das nicht einmal als Gewalt ein, weil es eben „alltäglich“ erscheint.

Auch wo Frauen in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt werden, wenn sie bestimmte Orte, Wege oder Situationen meiden müssen, um Belästigungen oder Bedrohungen zu entgehen, handelt es sich um eine Form von Gewalt. Direkte Erscheinungsformen von Gewalt gegen Frauen sind z.B.: sexuelle Belästigung, Demütigung, Beleidigung, Prügel, Bedrohung, soziale Kontrolle, sexuelle Nötigung, Stalking, Vergewaltigung.