Strukturelle Gewalt

Was tun? Wie helfen?

Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe setzen sich auch gegen strukturelle Gewalt ein, weil sie Frauen benachteiligt und Formen direkter personeller Gewalt begünstigt.

Doch oftmals sind solche benachteiligenden Strukturen schwer zu verändern.

Für Frauen und Mädchen mit Behinderungen ist vor allem die Aussonderung in Sonderinstitutionen eine der Hauptursachen von struktureller Gewalt. Lebenschancen von behinderten Frauen und Mädchen auch außerhalb von Einrichtungen wie Werkstätten, Wohnheimen, Kliniken und Förderschulen sollten daher gefördert werden. Behinderungsbedingte Abhängigkeiten von Familienangehörigen, Betreuer/innen oder Partner/innen, zum Beispiel weil diese allein die Assistenz und Pflege leisten, sollten minimiert werden und behinderten Frauen und Mädchen vielfältige Bindungen ermöglicht werden.

Wichtig ist der Einsatz für politische Rahmenbedingungen, die Inklusion ermöglichen und auf breiter Ebene sicherstellen. Der bff hat zusammen mit anderen Organisationen im Rahmen der Unterstützung des Inklusionsbeirats der Bundesbehindertenbeauftragten ein Positionspapier verfasst, das auch Vorschläge zum Abbau von struktureller Gewalt gegen behinderte Frauen und Mädchen enthält.

Manchmal helfen aber auch jenseits der Politik schon kleine Schritte aus den "Sonder- und Schonwelten", um strukturelle Gewalt zu vermindern.